Kleine Texte zur Waage

Kleine Texte zu der Waage (vom 18.03.2001)



Aus dem Kieler Anzeiger (2000)

Norberts Astro-Kolumne 

Zweimal im Jahr sind der Tag und die Nacht gleich lang. Zum Frühlingsanfang um den 21. März werden die Tage länger als die Nächte und zum Herbstanfang dieses Jahr am 22. September werden die Nächte länger als die Tage. Damit beginnt allmählich die Phase, in der sich das Licht immer mehr zurückzieht. 
Am 22. September, dem Datum der Tagundnachtgleichen, tritt die Sonne im Tierkreis vom Zeichen der Jungfrau in jenes der Waage.
Die Waage steht für Beziehungen aller Art, sowie dafür, einen Ausgleich zu finden zwischen den Gegensätzen des Lebens. Sind Waagen deswegen ausgeglichen. Nein, denn es ist ja ihre Aufgabe, auszugleichen. In Analogie zum Nutzgegenstand Waage geht es darum, etwas auszuwiegen, etwas auszugleichen. Ist dieser Vorgang beendet, wird die Waage weggepackt. Auf den Menschen übertragen heißt dies, daß es zur Waage dazu gehört, ein wenig unausgeglichen zu sein. 
Allgemein sollten wir diese Phase mit der Sonne in der Waage dazu nutzen, um Begegnungen stattfinden zu lassen. Die allmählich dunkler werdende Zeit bietet sich an, nach Innen zu schauen und uns selber zu begegnen. 
Als Waage oder in der Phase der Waage geht es darum, Kompromisse zu finden zwischen den Gegensätzen des Lebens. Sei es, daß sie uns im Außen begegnen, als Streit oder Auseinandersetzung zwischen den Menschen im Beruf, in der Familie oder im Alltag. Oder wir bemerken diese Gegensätze in uns drinnen. Beispielsweise will unser Verstand etwas anderes als unser Gefühl. So müssen wir dann in auch in uns vermitteln oder einen Kompromiß finden.
Waage betonte Menschen lieben Schönheit und Ästhetik und es ist ihr Anliegen, dies vermehrt in das Leben der Menschen zu bringen.