Der Mond im Löwen

Der Mond im Löwen hat Bedürfnisse, die eigentlich nicht zu erfüllen sind. Das liegt daran, dass der Löwe das Zeichen der Sonne ist und damit zuständig für Schöpfung, Kreativität und Selbstausdruck. Der Mond ist dagegen ein passiver, im archetypischen Sinn eher weiblicher Planet (oder Himmelskörper, wer es astrologisch genauer mag). 
Der Mond ist von uns - der Erde - aus nur deswegen zu sehen, weil er sozusagen von der Sonne angestrahlt wird. Demnach reflektiert er Empfindungen und Gefühle. Er symbolisiert Bedürfnisse. Demnach kann er nicht schöpfen und in diesem Sinne kreativ sein. Und der Mond im Löwen kann dies auch nicht. 
Vielleicht gerade deswegen legt der Mensch mit dem Mond im Löwen so viel Wert darauf, großzügig zu sein, bzw. so zu erscheinen. Wir können sagen, dass der Mond/Löwe das Bedürfnis nach seelischem Selbstwertgefühl hat.

Manche seiner Bedürfnisse zielen auf Kinder und das, was sie symbolisieren, nämlich das Kindliche, das Ursprüngliche. Dabei ist der Löwe/Mond durch seine starke Selbstbezogenheit vom spirituellen Ursprung weit entfernt. Ist es doch gerade die tiefere Wahrheit des Ursprünglichen, nicht individuell, nicht geteilt zu sein. 

Aber, wenn es dem Mond gelingt, sich nur hartnäckig genug bemerkbar zu machen, dann besteht die Möglichkeit, das der Mensch mehr zum Herzen hingelenkt wird. Das ist so, weil der Löwe im Tierkreis analog zum Herzen gehört. Der Satz gilt auch umgedreht.