Der Mond

Im Westen haben wir es in den letzten Jahrzehnten vor allem verstanden, eine auf die Sonne ausgerichtete Astrologie zu betreiben. Mit der Frauenbewegung kamen und kommen auch alle weiblichen Themen wieder mehr ins allgemeine Bewusstsein zurück. Wir können in diesem Zusammenhang auch von der Renaissance des Weiblichen in der Astrologie sprechen.



Im Besonderen hat es eine Masse von Veröffentlichungen zum Mond gegeben. Der Mond ist ja auch das Symbol für das Weibliche im Horoskop und seine Bedeutung wurde jahrelang unterschätzt.

Der Astrologe Michael Roscher hat es früh verstanden, seine Forschungen auf den Mond zu richten und veröffentlichte 1986 das Buch „Der Mond“ im Hugendubel Verlag. Dieses Buch setzte Maßstäbe und ist unser Meinung nach auch heute noch aktuell.

In der fernöstlichen, insbesondere in der indischen Astrologie wird viel Gewicht auf die Interpretation des Mondes gelegt. Hier wird der Mensch sogar über seinen Mond charakterisiert, so wie wir es im Westen mit der Sonne tun.

Es gibt unendlich viel über den Mond zu berichten. Wir wollen hier zuerst auf seine vielleicht wichtigste Bedeutung sprechen. 

Der Mond symbolisiert im Horoskop unsere grundlegendsten Bedürfnisse.

Ich bin der Meinung, dass es keinen Weg an unseren Bedürfnissen vorbei gibt. Haben wir eine Art inneres Gleichgewicht gefunden, dann können wir den Konfrontationen im Leben leichter begegnen. Der Weg zu diesem inneren Gleichgewicht führt über die Erkenntnis unserer Bedürfnisse. Ganz zurecht steht hier wieder die Selbst-Erkenntnis im Vordergrund, denn wie können wir auf unsere Bedürfnisse eingehen, wenn wir diese gar nicht richtig kennen.

Der Mond im Horoskop weist uns den Weg. Diese grundlegenden Bedürfnisse können sich sehr von unser Art, uns zu verhalten (Aszendent), zu handeln (Sonne) oder uns durchzusetzen (Mars) unterscheiden. 

Vieles hängt auch hier von der Erziehung ab, die wir genossen haben. Sind unsere Eltern auf unsere unausgesprochenen Bedürfnisse eingegangen oder nicht. Diese Form der frühkindlichen Prägung bestimmt zum großen Teil, wie wir mit der Mondfunktion in uns umgehen. In diesen Fällen ist es sehr interessant die Horoskope von den Eltern mit denen der Kinder zu vergleichen. Wenn im Horoskop der Eltern keine Betonung des Zeichens gegeben ist, in dem sich der Mond des Kindes befindet, dann werden die Eltern nur schwer ein Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse genau dieser Mond-Stellung entwickeln können. 

Wie immer bestimmt die Stellung des Mondes in den Zeichen (Tierkreiszeichen) die grundsätzliche Energie, die den Mond prägt, während die Position im jeweiligen Haus zeigt, in welchem Lebensbereich sich unsere Bedürfnisse vor allem auswirken werden.  

Der Mond in den Zeichen

Der Mond wird in den zwölf Tierkreiszeichen beschrieben.

Der Mond in den Häusern

Diese kurzen Beschreibungen sollen verdeutlichen, inwiefern der Einzelne unterschiedliche Bedürfnisse hat. Diese Bedürfnisse müssen erkannt werden. Erst wenn wir diese erkannt haben, ist es uns möglich, diese auch zu befriedigen. Erst die Befriedigung unserer durch die Mond-Stellung angezeigten Bedürfnisse bringt uns dahin, dass wir uns anderen Bereichen widmen können.

Der Sonne-Mond-Zyklus

Es werden die acht Typen nach Dane Rudhyar des Sonne-Mond-Zyklus beschrieben.